Im Spätherbst 1946 schrieb Wolfgang Borchert,
fünfundzwanzigjährig, das Stück: "Draußen vor der
Tür". In der Gestalt des Heimkehrers Beckmann und all der Menschen,
denen er begegnet, hat er die Schrecken des Krieges und die Verzweiflung
des ersten Nachkriegsjahres beschrieben. Borchert läßt
in diesem Stück einen alten Mann auftreten, der sich Gott nennt, den
Gott, "an den keiner mehr glaubt". Der Heimkehrer fragt ihn: "Wann
bist du eigentlich lieb, lieber Gott? Warst du lieb, als du meinen
Jungen, der gerade ein Jahr alt war, als du meinen kleinen Jungen von einer
brüllenden Bombe zerreißen ließt? ... Oder warst du lieb,
als von meinem Spähtrupp elf Mann fehlten? ... Warst du in Stalingrad
lieb, lieber Gott, warst du da lieb, wie? ... Wann hast du dich jemals
um uns gekümmert, Gott?"
Das Gespräch ist eine einzige Anklage gegen
Gott angesichts des unvorstellbaren Elends eines Krieges, und das Stück
endet mit dem Ruf: "Wo ist denn der alte Mann, der sich Gott nennt?
Warum redet er denn nicht!? Gibt denn keiner, keiner Antwort?"
Inzwischen sind mehr als 50 Jahre vergangen.
Die Nöte des Zweiten Weltkriegs sind noch nicht vergessen, und vor
unseren Augen tauchen in Zeitungen und auf Fernsehbildern immer wieder
neue Schreckensbilder auf, die uns fragen lassen: Kümmert sich denn
Gott noch um den Menschen?
Von Wolfgang Borchert wird berichtet, daß
er in der Zeit vor seinem frühen Tod im Spätherbst 1947 das Neue
Testament immer in Griffweite seines Krankenlagers hatte. Hier suchte
er die Antwort auf die Frage: Kümmert sich Gott um den Menschen?
Diese Antwort ist ein eindeutiges Ja. Die ganze Bibel ist durchzogen
von der Versicherung, daß Gott sich in großem Ernst um die
Menschen sorgt. Gott sucht den Menschen auf in seiner Not, in der
er meint, von Gott verlassen zu sein. Er sucht ihn auf in seiner
Schuld, durch die er sich selbst von Gott getrennt hat. Gott überläßt
den Menschen nicht sich selber.
Einladung zum "Urvertrauen"
Eines der Hauptanliegen Jesu war es, die Menschen
in ein tiefes und ganz selbstverständliches Vertrauen zu Gott zu führen.
Er fragt seine Zuhörer: "Wer von euch Menschen würde,
wenn ihn sein Sohn um Brot bittet, ihm einen Stein dafür bieten?
Oder, wenn er ihn um einen Fisch bittet, ihm eine Schlange dafür bieten?
Wenn aber schon ihr, die ihr doch böse seid, dennoch euren Kindern
gute Gaben geben könnt, wieviel mehr wird euer Vater im Himmel denen
Gutes geben, die ihn darum bitten" (Matthäus 7,9-11).
Er verweist auf das Leben der Vögel und
auf das Blühen der Blumen, für die Gott sorgt, und lädt
ein, darauf zu vertrauen, daß sich Gott in seiner Güte um die
Menschen noch viel mehr kümmert als um Tiere oder Pflanzen (Matthäus
6,25-34).
Ohne Gottes Willen, so sagt Jesus, fällt
nicht einmal ein Sperling vom Himmel, und selbst unsere Haare auf dem Kopf
sind gezählt, so daß wir Menschen uns ganz getrost Gott anvertrauen
können. Mit fast provozierender Eindringlichkeit möchte
Jesus seine Hörer davon überzeugen: Der Gott, der alles erschaffen
hat und die ganze Welt erhält, der kümmert sich um jeden einzelnen
und auch um die kleinste Kleinigkeit in seinem Leben.
Diese Botschaft hat ihre Vorgeschichte schon
im Alten Testament. Als Jerusalem zerstört worden war und große
Teile des Volkes in der Verbannung in Babylonien lebten, als sich Jahr
um Jahr hinzog, ohne daß sich an diesem Zustand etwas änderte,
da sagten die Leute ganz offen: Gott hat uns vergessen, er hat uns aufgegeben,
er kümmert sich nicht mehr um uns.
Gott aber läßt durch seinen Propheten
diese Leute fragen: "Kann denn eine Mutter ihr kleines Kind vergessen?
Muß sie sich nicht einfach um das Kind kümmern, das sie geboren
hat? Und selbst wenn es vorkommen sollte, daß eine Mutter ihr
Kind vergißt - ich, euer Gott, werde euch nicht vergessen!"
(Jesaja 49,14f).
Die Psychologen sprechen vom "Urvertrauen",
das manchen Menschen fehlt, weil sie in ihrer frühesten Kindheit ohne
verläßliche Begleitung und Pflege leben mußten.
Es läßt sich im späteren Leben kaum noch erwerben.
Die biblische Verkündigung aber möchte jeden in ein solches "Urvertrauen"
zu Gott führen und möchte seinem Leben dadurch eine tragfähige
Grundlage geben, auf der es auch in Zeiten der Not, der Ungewißheit
und Sorge sicher ruhen kann.
Von den Schwierigkeiten
zu vertrauen
Viele Menschen heute haben Schwierigkeiten, solche
Zusicherungen zu hören und ihnen zu trauen. Sie haben weltanschauliche
Schwierigkeiten: Schon die Erde ist im Rahmen des ganzen Universums kaum
mehr als ein Staubkorn. Was bedeutet, mit diesem Maßstab gemessen,
dann erst ein einzelner Mensch, ein Mensch unter den Milliarden anderer,
die gelebt haben, seit es Menschen gibt? Wie sollte ein Gott, der
das ganze Universum durchwaltet, sich um jeden einzelnen von ihnen kümmern
können?
Wir haben aber auch persönliche Schwierigkeiten
mit Jesu Zusicherung. So vieles an Unbegreiflichem geschieht in der
Nähe und in der Ferne Tag für Tag. Warum läßt
Gott all das Leid zu, das in den Kriegsgebieten täglich Unschuldige
trifft? Müssen nicht auch fromme Menschen unter Qualen sterben?
Gerechte und Ungerechte, Verbrecher und Wohltäter der Menschheit,
Menschen, die zu Gott beten und solche, die ihm fluchen - sie alle fallen
ohne Unterschiede Flugzeugabstürzen oder Naturkatastrophen zum Opfer.
Kümmert sich Gott wirklich um Menschen? Das große Ja Jesu
zu dieser Frage und die vielen Fragen, die uns bedrängen, wie verhalten
sie sich zueinander?
Die vielfältigen Stimmen
der Bibel
Nun ist es keineswegs so, daß in der Bibel
diese Probleme nicht gesehen würden. Die Einladung zum Gottvertrauen
ist keine Patentantwort, die alles zudeckt, was sich in uns an Zweifeln,
an Fragen und Unverständnis regt. Ganz im Gegenteil, diese Stimmen
werden gehört und sorgfältig registriert. Wir hören
die Klagen, die fragen: "Herr, warum hast du denn mich vergessen?
Warum hast du mich verstoßen? Gott, warum schläfst du?"
(Psalm 42, 10; 43,2; 44,24). Die Stimme des Zweifels wird laut: "Wie
sollte Gott es wissen? Wie sollte der Höchste etwas merken?"
(Psalm 73, 1 1). Und auch die Resignation fehlt nicht: "Es
ist alles eitel, was auf Erden geschieht: es gibt Gerechte, denen geht
es, als hätten sie Werke der Gottlosen getan, und es gibt Gottlose,
denen geht es, als hätten sie Werke der Gerechten getan!" (Prediger
8,14). Und vor allem begegnet uns in der Gestalt des Hiob ein Mann,
der sich gegen alle vorschnellen Erklärungen von Leid und Not als
verdienter Strafe Gottes mit aller Kraft eines wahrhaft frommen Herzens
auflehnt!
Diese Stimmen sind also da. Sie werden
weder totgeschwiegen noch unterdrückt. Aber sie übertönen
auch ihrerseits nicht das große Ja zum Gottvertrauen, die Einladung,
unser Leben in Gott und seiner Sorge für uns zu gründen und zu
bergen. Diese Einladung verstummt angesichts dieser Anfragen nicht;
sie geht auf sie ein und hält ihnen stand. Darum ist die Antwort
auf unsere Frage nie Klischee oder Schablone, obwohl sie grundsätzlich
immer die gleiche bleibt, sondern spricht in die Situation dessen, der
nach Hilfe und Rat sucht.
Ich habe in der biblischen Botschaft eine siebenfache
Entfaltung der grundlegenden Antwort gefunden.
1) Gottes Sorge schließt
menschliche Verantwortung ein
Viele Ereignisse, für die wir Gott verantwortlich
machen und die es uns fraglich machen, daß Gott sich um die Menschen
kümmert, sind von Menschen verursacht. Die Vernichtungsmaschinerie
von Auschwitz, die Zerstörung von Dresden, die Versenkung der Wilhelm
Gustloff und viele andern Greuel, die immer wieder als Anklage gegen Gott
genannt wurden, das alles haben sich Menschen ausgedacht und haben Menschen
an Menschen verübt. Das sollte man sich immer einmal wieder
klar machen.
Zur Freiheit des Menschen, die er so gerne beansprucht
und auf die er so stolz ist, gehört auch, daß er die Verantwortung
für seine Taten und ihre Folgen tragen muß. Es sollte
uns nachdenklich machen, wie schnell wir Gott die Rolle des Notbremsers
zuweisen, der überall eingreifen müßte, wo wir als Menschen
versagen, ohne daß wir ihn deswegen ans Steuer unseres Lebens lassen
würden.
Warum aber hat Gott nicht wenigstens das Schlimmste
verhütet? Auch Eltern, die meinen, ihre Kinder müßten
aus den eigenen Erfahrungen lernen, greifen ja ein, wenn sich diese in
Lebensgefahr begeben - zumindest, solange die Kinder noch klein sind.
Aber Gott behandelt uns Menschen nicht wie kleine Kinder. Gerade
der heutige Mensch, der mündig sein will, der an die Machbarkeit der
Dinge glaubt und auf die Kräfte des Fortschritts vertraut, muß
in die Abgründe seines Handelns blicken; er muß ohne Schonung
mit den Folgen menschlichen Tuns konfrontiert werden.
Auschwitz, und was an ähnlichen Greueln
im Großen und im Kleinen bis heute geschieht, stellt zunächst
nicht Gott in Frage, sondern den Menschen. Vor dem, wozu Menschen
fähig sind, müßten wir erschrecken und zittern, bevor wir
Gott auf die Anklagebank zitieren.
Diese Antwort klärt nicht alle Fragen.
Warum mußte gerade das jüdische Volk so unendliches Leid erdulden?
Wer wollte darauf eine bündige Auskunft geben - auch wenn es nachdenklich
macht, daß gerade der Holocaust zur entscheidenden Ursache für
die Wiedergeburt eines Staates Israel wurde.
Warum wurde Bonhoeffer noch zwei Tage vor der
Befreiung durch die Amerikaner von seinen Schergen gehenkt, und ein Mann
wie Rudolf Heß wurde über 90, bevor er dann im Lebensüberdruß
sich selbst das Leben nahm? Wer wollte das begründen - auch
wenn man bedenkt, daß Bonhoeffers Lebenswerk dadurch, daß er
es mit dem Tod besiegelte, vielleicht mehr Wirkung ausübte, als ihm
dreißig weitere Lebensjahre hätten geben können?
Wir müssen uns wohl von einer zu einlinigen
Betrachtungsweise frei machen, die Gottes Wirken nur in den menschlichen
Denkbahnen von Ursache und Wirkung sehen kann. Gott inszeniert nicht
dies oder jenes, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Da er jenseits
unserer Vorstellung von der zeitlichen und ursächlichen Verknüpfung
von Ereignissen wirkt, kann er das, was Menschen in eigener Freiheit und
Verantwortung entscheiden und tun, in seine Wege und Ziele einbauen, ohne
sie dadurch festzulegen.
Da kommt durch die Fahrlässigkeit eines
Autofahrers, der mit überhöhter Geschwindigkeit fährt, ein
junger Mensch ums Leben. Dieser Mann ist unausweichlich mit seiner
Schuld am Tod eines andern konfrontiert. Für ihn wäre die
Frage: "Warum hat Gott das zugelassen?" nichts
als Flucht. Er muß sich der Frage stellen: "Warum bin ich so unvernünftig
gefahren?" Manche spüren dies und verzweifeln schier daran, daß
das, was sie angerichtet haben, sich nicht mehr ungeschehen machen läßt.
Würden sie für die Bewältigung dieser Schuld Gottes Hilfe
und Vergebung in Anspruch nehmen, würden sie eine wichtige Erfahrung
machen. Die Verarbeitung der konkreten Schuld führt ganz grundsätzlich
in die Auseinandersetzung mit dem Schuldigwerden des Menschen. Damit
wird für sie eine Tiefendimension ihres Lebens aufgerissen, deren
Entdeckung zwar äußerst schmerzlich, deren Bewältigung
aber unendlich heilvoll ist, vergleichbar dem Durchleiden einer Operation,
die von einer unerkannten, schleichenden Krankheit befreit.
Dennoch wäre es nicht richtig zu sagen,
ein junger Mensch habe sterben müssen, damit ein anderer vor die Schuldfrage
gestellt werde. Das wäre eine unzulässige Vertauschung
von Folge und Ursache eines Ereignisses. Gott geht mit den Menschen
nicht um, wie man mit einer elektrischen Eisenbahn spielt, und läßt
den einen genau so schnell oder langsam fahren, daß er auf einen
anderen aufprallt. Wir fahren unsere eigene Strecke in eigener Verantwortung.
Gott aber wirkt in der Tiefe all dessen, was geschieht oder - wie ein portugiesisches
Sprichwort sagt - Gott schreibt auch auf krummen Linien gerade. Auch
unser unheilvolles Versagen kann ihm dazu dienen, uns zu heilvollen Zielen
zu führen.
2) Gottes Sorge gilt dem
rechten Tun
Gott ist also nicht der Lückenbüßer,
der einspringt, wo Menschen versagen, und Fehler sofort korrigiert, damit
sie kein weiteres Unheil anrichten. Er läßt den Menschen
die Freiheit - auch die, schuldig zu werden. Aber das bedeutet nicht,
daß Gott den Menschen einfach ins Verderben rennen läßt.
Die Bibel ist von den ersten bis zu den letzten
Seiten durchzogen von Beispielen dafür, wie Gott sich um den Menschen
kümmert, indem er ihm deutlich macht, wie sein Leben recht und heilvoll
gelebt werden könnte. Das alttestamentliche Gesetz, die Botschaft
der Propheten, Jesu Gebot der Liebe und die Mahnungen der Apostel, sie
alle sind Ausdruck der Sorge Gottes um das rechte Handeln der Menschen,
das ihnen ein erfülltes Leben ermöglicht.
Aber diese Fürsorge wird von vielen sehr
zwiespältig erlebt. Man kann das am deutlichsten an den unterschiedlichen
Reaktionen auf die Eingangsworte von Psalm 139 ablesen. Dort heißt
es: "Herr, du erforschst mich und kennst mich. Ich sitze oder stehe
auf, so weißt du es; du verstehst meine Gedanken von ferne. Ich gehe
oder liege, so bist du um mich und siehst alle meine Wege ... Von allen
Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir"
(Verse 1-3,5).
Manche lesen diese Worte als eine große
und überwältigende Zusage. Gott ist immer bei ihnen, begleitet
sie, bewahrt sie und leitet sie. Was könnte es Besseres geben?
Für andere haben sie einen unangenehmen
Beigeschmack. Ist Gott hier nicht der große Aufpasser, der
alles sieht und registriert, der Kinderschreck, mit dem man droht, wenn
Kinder heimlich naschen?
Diese zweite Alternative ist sicher falsch und
sieht doch an einer Stelle etwas Richtiges: Wenn ich möchte, daß
sich jemand um mich kümmert, dann muß ich ihn auch an mein Leben
heranlassen, muß ihm Einblick und Einfluß gewähren.
Sonst geht das nicht.
Unsere Kinder haben uns manches Mal, wenn wir
uns zu penetrant nach den Hausaufgaben erkundigt haben, gesagt: Kümmere
du dich nicht darum! Das ist konsequent, denn wer sich nicht in die
Karten schauen lassen will, kann nicht gleichzeitig um Hilfe bitten.
Gott will sich aber um uns kümmern, weil er weiß, daß
wir Hilfe brauchen. Wenn wir einmal erkannt haben, was der Mensch,
der sich selbst bestimmen will, anrichtet, werden wir Gott gerne das Sorgerecht
für uns übertragen.
3) Gottes Sorge zeigt dem
Menschen seine Grenzen
Nicht alles, was an Schmerzlichem unter uns geschieht,
ist Konsequenz eigenen Verschuldens. Es gibt auch Opfer Opfer des
Versagens oder der Bosheit anderer Menschen, aber auch Opfer von Ereignissen,
die menschlichem Tun und Lassen entzogen sind: Krankheiten, Naturkatastrophen
oder Unglücksfälle durch Verkettung unglücklicher Umstände.
Man hat zwar immer wieder gemeint, aus Unglück oder Krankheit auf
eine verborgene Schuld des Betroffenen schließen zu müssen.
Aber schon im Verlauf der biblischen Geschichte zeigte sich, daß
dies nicht richtig ist. Hiob hat mit seinen Freunden um diese Frage
gerungen und von Gott recht erhalten. Und als man Jesus entsetzt
berichtete, daß Pilatus galiläische Pilger während einer
Opferhandlung hatte niedermetzeln lassen, und damit wohl unausgesprochen
die Vermutung verband, diese Leute müßten eine besonders schwere
Sünde begangen haben, daß Gott das zugelassen habe, da fragt
Jesus: "Denkt ihr wirklich, daß
diese Leute mehr gesündigt haben als alle andern Galiläer, weil
das mit ihnen geschehen ist? Und meint ihr, daß nur die achtzehn
Menschen, die beim Einsturz des Turmes von Siloah erschlagen wurden, Schuld
auf sich geladen hatten, alle anderen Einwohner von Jerusalem aber nicht?"
Und er fügt diesen beiden Fragen die Antwort an: "Nein, im
Gegenteil. Ihr werdet alle genauso umkommen, wenn ihr euch nicht
bekehrt!" (Lukas 13,1-5) - wobei der letzte Satz natürlich
nicht doch eine Schuldzuweisung an die Opfer ist, sondern ein Aufruf an
die, die das Unglück miterlebt haben: Lernt daraus, wie es um euer
Leben steht, wie begrenzt es ist und wie schnell es damit zu Ende sein
kann. Richtet euer Leben auf Gott aus, damit es - was immer auch
geschieht - zu ihm gehört und in ihm geborgen ist.
Für mich wurde dies bei einem sehr eindrücklichen
Erlebnis in der Zeit meines Studiums unausweichlich deutlich. Wir
hatten uns zu einem besonderen evangelistischen Einsatz in der Gemeinde
eines älteren Freundes zusammengetan. Es war eine schwierige
Situation. Wir wollten ihm und der Gemeinde helfen, weiterzukomrnen.
Der Besuch der Veranstaltungen war gut. Wir meinten zu spüren,
daß Gott dieser Arbeit Erfolg schenken wollte. Da wurde eines
Morgens einer unserer Kameraden tot im Bett aufgefunden, gestorben - wie
sich später herausstellte - an einem Herzversagen, dessen Ursache
unklar blieb. Warum läßt Gott das zu? Warum schneidet
er dieses junge, hoffnungsvolle Leben zu einem Zeitpunkt ab, wo es sich
besonders für Gottes Sache einsetzt? Warum greift er so zerstörerisch
in unser missionarisches Werk ein? Fragen über Fragen, die wir
alle nicht beantworten konnten. Eine Antwort freilich formte sich
in meinem Herzen, die sich seither in ähnlichen Situationen immer
wieder erneut eingestellt und bewährt hat: Ich habe keine Garantie
für ein langes, unversehrtes Leben und auch kein Recht darauf.
Mein Leben ist gefährdet und hat seine Grenze, deren genauen Verlauf
ich nicht erkennen kann. Aber ich will diese Grenze anerkennen und
mein Leben jeden Tag und jede Stunde, die mir gegeben sind, als Geschenk
Gottes leben. Daß wir uns diese Einsicht schenken ließen,
hat dann auch unsere Verkündigung in jener Gemeinde so geprägt
und vertieft, daß die gemeinsame Arbeit für sie und für
uns zu einem entscheidenden Einschnitt und Neuanfang wurde. Ich glaube
nicht, daß Gott meinen Freund sterben ließ, um uns zu dieser
Einsicht zu führen. Was für ihn selber sein früher
Tod bedeuten konnte, wissen wir nicht. Aber Gott hat durch dieses
Ereignis an mir und anderen etwas bewirkt, was prägend für unser
Leben wurde. Wir haben die Grenze, die Gott unserem Leben als Geschöpf
gesetzt hat, erkannt und - was noch wichtiger ist - anerkannt.
Diese Perspektive hilft mir auch im Nachdenken
über Naturkatastrophen, deren oft verheerende Auswirkungen uns immer
wieder erschüttern. Ich glaube nicht, daß Gott sie eigens
deshalb inszeniert, um uns Menschen ab und zu einen Schrecken einzujagen.
Es gehört zu den Bedingungen unserer Existenz auf diesem Planeten,
daß sie nicht überall gleich gesichert ist. Es gibt Unsicherheitsfaktoren
für unser Leben, unter denen man in manchen Gegenden mehr und in anderen
weniger zu leiden hat. Uns alle aber weisen sie darauf hin, daß
unser Leben bedroht ist und daß wir Menschen ihm keine absolute Sicherheit
verleihen können. Den Opfern gilt es zu helfen. Wo Vorsichtsmaßnahmen
möglich sind, muß man sie ergreifen. In der Tiefe unseres
Lebens aber gilt es zu lernen, daß unsere Existenz sich nicht auf
die Festigkeit des Erdbodens und nicht auf die Widerstandskraft von Dämmen
und Mauern gründen kann, sondern daß sie allein in der Verbindung
mit Gott ewigen Halt hat.
4) Gottes Sorge will uns
in die Gemeinschaft mit ihm führen
Wir können Gott nicht behandeln wie den
Angestellten einer Wach- und Schließgesellschaft, von dem wir verlangen,
daß er möglichst unauffällig und ohne unsere Privatsphäre
zu berühren auf uns aufpaßt. Gottes Sorge gilt nicht unserem
Besitz oder unserem äußeren Wohlergehen, sie gilt uns ganz persönlich
und möchte uns in eine umfassende, ganz von innen her gewachsene Gemeinschaft
mit ihm führen. Denn eine solche Gemeinschaft ist Leben im eigentlichen
Sinn.
Gott führt uns auf unterschiedlichen Wegen
zu diesem Ziel. Er schenkt uns Begabungen, die uns helfen, das Leben
zu meistern. Er gibt uns Menschen, die uns lieben und verstehen.
Er läßt uns eigene Ziele erreichen, Erfolge sehen, Glück
genießen, Tage der Gesundheit erleben und Situationen, in denen wir
von drohendem Unheil bewahrt werden. Kein Leben besteht nur aus dieser
Sonnenseite. Aber wenige gibt es, die gar nichts davon erfahren.
Nehmen wir sie dankbar an? Erkennen wir Gottes Wege mit uns, lassen
wir uns immer tiefer in das Vertrauen und in die Liebe zu ihm hineinführen?
Wer Gottes gute Gaben achtlos und ohne Dank in Empfang genommen hat, sollte
nicht dann mit ihm rechten, wenn er Schwierigkeiten erlebt.
Sorge, Leid und Trauer gibt es freilich auch
auf den Wegen, die Gott führt. Und so wie auf einer Bergwanderung
es oft die schwierigsten und ausgesetztesten Wegstrecken sind, die uns
dem Ziel am nächsten bringen, so ist es auch im Leben. Der Dichter
Gerhard Fritzsche hat diese Erfahrung in die Worte gefaßt: "Daß
wir deine Herrlichkeit können recht erfassen, wirfst du über
uns das Leid, führst uns dunkle Straßen".
So können nur Betroffene sprechen.
Das ist kein billiger Trost, den man als Gesunder dem von Schmerzen und
Ängsten gequälten Kranken spendet oder als Unbeteiligter einem,
der um den plötzlichen Verlust eines lieben Menschen trauert.
Daß aber gerade solch dunkle Wegstrecken Gott und seine Liebe in
einer Weise nahebringen, die vorher unvorstellbar war, ist eine Erfahrung,
die immer wieder von solchen, die sie selbst erlebt haben, weitergegeben
wird.
"Ich wünsche mir diese Zeit nicht
noch einmal", sagte mir eine Frau, die durch eine Kette dramatischer
Schicksalsschläge nicht nur ihren Mann, sondern ihren ganzen Wirkungskreis
verloren hatte. "Aber ich möchte diese Zeit auch nicht missen.
Sie hat meiner Beziehung zu Gott eine Tiefe und eine Gewißheit gegeben,
die ich mir vorher nicht einmal vorstellen konnte, geschweige denn, daß
ich sie für mich erwartet hätte."
Ich glaube, daß dies auch für unseren
Weg zum Sterben gilt. Er liegt dunkel vor uns, und wir wissen aus
Erfahrung, daß er auch von Christen, die mit Gott verbunden sind,
sehr unterschiedlich erlebt und erlitten werden muß. Er kann
schmerzlich und qualvoll sein oder auch ein freundliches Entschlummern
bedeuten. Er kann von innerer Not und Angst begleitet oder auch ganz
getrost und gefaßt durchschritten werden. Aber für jeden,
der sich von Gott an der Hand nehmen läßt, ist er der Weg in
die vollendete Gemeinschaft mit ihm, in der wir ihn sehen, wie er ist.
5) Gottes Sorge drängt
zum Aufstand gegen die Not
Mit alledem ist nicht gesagt, daß wir eigenen
oder fremden Schmerz einfach hinnehmen müssen. Die Bibel predigt
keinen Fatalismus, der verlangt, alles Leid aus Gottes Hand zu nehmen.
Zwar wird uns das Vorbild Hiobs vor Augen gestellt, der nach dem Verlust
seiner Kinder und seines Besitzes sagt: "Der
Herr hat's gegeben, der Herr hat's genommen; der Name des Herrn sei gelobt!",
und der selbst seine eigene Krankheit mit der Bemerkung akzeptiert: "Haben
wir Gutes empfangen von Gott und sollten das Böse nicht auch annehmen?"
(Hiob 1, 21; 2, 10).
Aber damit ist keine Lebensregel ausgesprochen,
die für alle und jeden gilt. Vor allem darf daraus keine Norm
werden, die andere einem Leidenden als Gesetz auferlegen. Das müssen
die Freunde Hiobs bei ihren klugen Reden erfahren. Nicht jede Krankheit
ist von Gott, nicht jedes Unglück und schon gar nicht alles Leid,
das Menschen einander zufügen, entspringt seinem Willen.
Kurt Marti hat das sehr treffend erfaßt,
als er gegen den "christlichen" Wortlaut der Anzeige eines tödlichen
Verkehrsunfalls formulierte:
"dem herrn unserm gott
hat es ganz und gar nicht gefallen
daß einige von euch dachten
es habe ihm solches gefallen"
Gottes Sorge für uns kämpft gegen
das Unrecht zwischen den Menschen und gegen den Egoismus, der so unendlich
viel Leid verursacht. Wir müssen uns nicht einfach damit abfinden,
daß Unglücksfälle geschehen; sie sind vermeidbar, wenn
Menschen sorgfältig miteinander umgehen. Kriege sind keine Naturereignisse,
die man hinnehmen müßte, und selbst Hungersnöte sind oft
von Menschen gemacht, verursacht durch Unverstand, Rücksichtslosigkeit
und offene oder geheime Ausbeutung. Gottes Gebot der Liebe und seine
Verheißung des Friedens drängen zum Widerstand gegen die Ursache
dieser Übel und zur Überwindung ihrer Folgen. Es gehörte
zu den besonderen Merkmalen des Handelns Jesu, daß er Kranke geheilt
und Menschen, die im Bann zerstörerischer Mächte lebten, frei
gemacht hat. Das sind Zeichen für Gottes Herrschaft und Heil,
der den ganzen Menschen erlösen will, auch aus der Not seines Leibes.
Heilende Kräfte sind auch in der Gemeinde
Jesu lebendig und können Menschen körperlich spürbar machen,
wie sehr sich Gott um sie kümmert. Nicht alle werden hier den
gleichen Weg geführt, aber keiner braucht von vornherein zu resignieren,
als habe ihn Gott aufgegeben. Ringen gegen die Krankheit und Annahme
des Leides aus der Hand Gottes gehören zusammen, wo das ganze Leben
unter die Fürsorge Gottes gestellt wird.
Ziel dieser Fürsorge Gottes ist die vollendete
Gemeinschaft mit ihm, die die Offenbarung des Johannes so schildert: "Gott
wird alle Tränen von ihren Augen abwischen, der Tod wird nicht mehr
sein - keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal" (Offenbarung
21,4).
Damit ist das Ziel genannt, das Gott mit uns
erreichen will; damit ist aber auch die Richtung abgesteckt, in der wir
uns in der Fürsorge füreinander von seiner Sorge für uns
leiten lassen.
6) Gottes Sorge erjüllt
sich in seinem Mit-leiden
Viele Menschen, sofern sie sich Oberhaupt Gedanken
über Gott machen, stellen sich vor, Gott sei völlig unberührt
von menschlichem Leiden. Aber ein solch leidensloser, auf griechisch
würde man sagen: a-pathischer Gott ist nicht der Gott der Bibel.
Der Gott, den die Bibel bezeugt, ist ein sympathischer, d. h. ein mitleidender
Gott. Darum scheut sich die Bibel nicht, von Gottes Zorn zu reden,
der über menschlicher Unvernunft und Sünde ausbricht, von Gottes
Eifersucht angesichts der Treulosigkeit seines Volkes und von seinem Schmerz
über das Versagen und die Not der Menschen. All das ist Ausdruck
seiner Liebe, die ihn mitleiden läßt mit dem Elend der Menschheit.
Mitleiden meint ja unendlich mehr als Mitleid, als ein distanziertes Mitgefühl,
das letztlich nichts kostet. Mitleiden bedeutet mitzutragen an der
Not, bedeutet den Schmerz und die Verzweiflung zu teilen und gerade dadurch
zu überwinden.
Für die Christen ist der tiefste Ausdruck
dieses Mitleidens Gottes das Sterben Jesu am Kreuz. Paulus hat das
in Römer 8 in prägnanter Weise ausgedruckt: "Ist
Gott für uns, wer kann gegen uns sein? Er, der auch seinen eigenen
Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle in den Tod gegeben
hat - wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?" Er zieht
daraus die für unsere Begegnung mit Leid und Not entscheidende Folgerung:
"Ich bin gewiß: Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte,
weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Gewalten der Höhe
oder der Tiefe noch irgendeine andere Kreatur können uns scheiden
von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn"
(Römer 8,32.38f).
Weil sich Gott mit uns am tiefsten und ausgesetztesten
Punkt unserer Existenz verbunden und in Jesus den Tod des Sünders
erlitten hat, darum ist die Gemeinschaft mit ihm unzerstörbar.
Wohin mein Weg auch immer führen mag: Es gibt kein Leiden, das so
groß, und keinen Ort, der so fern von Gott wäre, daß er
nicht mit uns sein könnte. Selbst einem Menschen, der in der
Nacht der Depression nichts mehr von der Gegenwart Gottes zu spüren
vermag, dürfen wir es sagen, daß der Gott, der in Christus das
Dunkel der Gottverlassenheit durchlitt, auch ihn nicht verläßt.
Ich denke, das gilt nicht nur für den Christen,
der mit seinem Gott in Christus verbunden ist. Ich glaube, das gilt
überall dort, wo Menschen gequält und gefoltert werden, wo die
Gerechtigkeit mit Füßen getreten und der Friede zerstört
wird: Gott leidet mit und nimmt ihren Schmerz auf, so daß sie nicht
umsonst gelitten haben.
Eli Wiesel hat das in einer eindrücklichen
Szene aus dem KZ geschildert: Als ein Häftling, der fast noch ein
Kind war, vor Augen der versammelten Mannschaft gehängt wird, fragt
einer: "Wo ist Gott?" und er fragt wieder: "Wo ist
Gott?" Und plötzlich hört er in sich eine Stimme, die
sagt: "Dort ist er. Er hängt am Galgen ..."
Gott leidet mit, leidet am Unrecht, am Haß,
an der Grausamkeit der Menschen. Am Kreuz Jesu hat er dies verbrieft.
7) Gottes Sorge enthüllt
sich in der Ewigkeit
Viele Fragen nach dem Warum und dem Wozu bleiben
offen. Ein guter Freund von mir hat in der letzten Bibelstunde, die
er vor seinem frühen und völlig unerwarteten Tod hielt und die
merkwürdigerweise auch seine erste zu Texten aus der Offenbarung war,
über seine Hoffnung auf das ewige Leben gesagt: Ich freue mich nicht
auf die goldenen Gassen oder auf die himmlischen Chöre. Aber
ich freue mich darauf, daß ich dann Gott so manches fragen darf und
kann, was ich jetzt nicht verstehe.
In dem Hörspiel "Zum König geboren",
das die Kriminalautorin Dorothy Sayers über das Leben Jesu geschrieben
hat, wird Lazarus, nachdem ihn Jesus aus dem Grab herausgerufen hat, von
jemand gefragt, wie das eigentlich sei, wenn man tot ist. Und Dorothy
Sayers läßt Lazarus sagen: "Dieses
Leben ist wie das Gewebe auf der Rückseite des Webstuhls. Alles,
was man sieht, sind die Knoten. In dem anderen Leben, da gehst du
auf die Vorderseite und siehst das herrliche Muster.«
Mir hat dieser Vergleich sehr viel gesagt.
Wir ahnen ja schon jetzt, daß es in unserem Leben und in der Welt
um uns her Sinn gibt; aber wir können die erahnten Muster nicht zusammenfügen.
Wir müssen warten, bis wir die andere Seite sehen und verstehen, was
der Webmeister irn Sinn hatte.
Befreit zum Vertrauen
Alle diese Fragen sind nicht ein für alle
Mal zu beantworten. Sie brechen in mir auf, so oft mich die Nachricht
von einem unbegreiflichen Todesfall erreicht. Wir müssen sie
nicht unterdrücken. Sie sind Ausdruck unseres Schmerzes und
Zeichen dafür, daß wir von Gott etwas erwarten und bei ihm Verläßlichkeit
für unser Leben suchen. Wir müssen uns nicht mit simplen
Antworten und billigen Vertröstungen abspeisen lassen.
Nur eines ist wichtig: Es müssen Fragen
an Gott bleiben, die in der Bereitschaft gründen, auf eine Antwort
zu hören. Wir können uns auch in unsere Fragen verstricken
und uns einwickeln lassen in ein Gespinst des Mißtrauens, in dem
wir selbst ersticken. Die Auflehnung gegen Gott ist nicht nur sinnlos,
sie vergiftet auch unser Leben. Manche Psychologen sehen gerade in
dem unfruchtbaren Hadern des Menschen mit seinem Schicksal, in der "unkreativen
Revolte" - wie sie es nennen - gegen die Grenzen, die ihm als Mensch gezogen
sind, eine Grundkrankheit unserer Zeit.
Aber wir müssen Gott auch nicht verteidigen,
nicht vor uns und nicht vor andern. Auch das, was ich hier geschrieben
habe, sollte keine Verteidigung Gottes sein. Das wäre sinnlose
Anmaßung. Es geht nicht um den Freispruch Gottes von unseren
Anklagen. Es geht darum, daß wir uns freisprechen lassen zum
Vertrauen auf Gott.
Noch einmal will ich auf Hiob verweisen.
Er behält recht gegen seine Freunde, die ihn durch ihre falschen Antworten
in den Streit mit Gott drängen. Dann aber gibt er Gott und seinem
unerforschlichen Ratschluß recht und findet so Frieden.
Vielleicht sind auch alle Antworten, die ich
zu geben versucht habe, ungenügend, und einer meiner Leser, der die
Qual seines Lebens zum Himmel schreit, bekommt recht vor Gott gegen mich
und alle frommen Antworter. Aber das ist nicht das Entscheidende,
worauf es letztlich ankommt. Entscheidend ist, sich mit Gott versöhnen
zu lassen, ihm recht zu geben und ganz zu vertrauen.
An einem sehr dunklen Punkt der Geschichte des
Volkes Israel, in der Zeit des babylonischen Exils, läßt Gott
durch den Propheten Jeremia dem Volk in seine Verzweiflung hinein sagen:
"Ich weiß wohl, was ich für
Gedanken über euch habe, spricht der Herr: Gedanken des Friedens und
nicht des Leides, daß ich euch Zukunft und Hoffnung gebe«
(Jeremia 29,11).
Diese Worte haben nichts an Gültigkeit
verloren. Gott hat keinen vergessen. Gott kümmert sich
um jeden und ist ihm durch Jesus bis in die Tiefe seines Todes nachgegangen.
Das kannst du glauben.
Dr. Walter Klaiber
mit freundlicher Genehmigung
aus dem Buch "Das kannst Du glauben",
Rechte bei Edition Anker, Christliches
Verlagshaus, Stuttgart
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