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Anspiel: Auf'm Bau Szene: Baggerführer und Bauherr, beide mit Helm, schauen auf einen Gebäudeplan und ab und an aus dem Fenster auf die Baustelle. Baggerführer: "Wollen
Sie wirklich, daß ich den halben Berg weg baggere, nur damit da ein
Fundament hinkommt? Machen Sie doch zwei kleine geteilte Fundamente, eines
etwas höher am Hang für den ersten Stock, das andere weiter unten
für das Erdgeschoß. Das geht viel schneller!"
Liebe Geschwister, liebe
Freunde, Das Gleichnis vom Hausbau 25 Als dann die Regenflut kam, die Flüsse über die Ufer traten und der Sturm tobte und an dem Haus rüttelte, stürzte es nicht ein, weil es auf Fels gebaut war. 26 Wer dagegen diese meine Worte hört und sich nicht nach ihnen richtet, wird am Ende wie ein Dummkopf dastehen, der sein Haus auf Sand baute. 27 Als dann die Regenflut kam, die Flüsse über die Ufer traten, der Sturm tobte und an dem Haus rüttelte, fiel es in sich zusammen, und alles lag in Trümmern." Jesus Christus spricht: Wer diese meine Worte hört und sich nach ihnen richtet ... Die Katastrophe naht! Was aber unter die Haut geht, sind Katastrophen, die die ganze Umgebung betreffen. Amerikanische Katastrophenfilme greifen die Angst vor einer Katastrophe auf und zu fast jedem Thema gibt es den passenden Film: Waldbrand, ein Großbrand im Hochhaus, Wirbelsturm, Erdbeben, Vulkanausbruch, oder etwas Technisches wie Schiffsuntergang oder Flugzeugabsturz. Vor einiger Zeit habe ich mal wieder so einen Katastrophenfilm gesehen, diesmal ging es um einen Vulkan, der eigentlich schon lange nicht mehr aktiv ist und dann aber doch ausbricht, und um die Menschen, die in der Nähe wohnten. Zuerst weiß man gar nicht, worum es geht, der Film zeigt nette und freundliche Menschen, eine schöne Umgebung, und viele Touristen fahren in diese tolle Landschaft. Man lernt die Gegend kennen und die Menschen. Wenn dann im Film alle Personen vorgestellt worden sind, bilden sich die Gegensätze heraus: ein Mensch warnt vor einem Vulkanausbruch, weil er die drohende Gefahr richtig einschätzt. Er fordert irgendeine Maßnahme, z.B. daß die Gegend evakuiert wird oder daß mehr Meßinstrumente aufgestellt werden oder ähnliches. Natürlich gibt es auch einen Gegner, der sagt, der Vulkan bricht nicht aus. Am schönsten sind die Kommentare der Verantwortlichen: Der Bürgermeister will die Gegend nicht evakuieren lassen, weil dann die Touristen als Geldbringer wegbleiben. Er denkt natürlich nicht soweit, daß die Touristen auch dann wegbleiben, wenn der Vulkan ausbricht. Bei so einem Film darf die Industrie nicht fehlen, der Sägewerksbesitzer ist auch gegen eine Evakuierung, weil er sonst bankrott geht mit seinem Betrieb. Auch er denkt nicht daran, daß ihm sein Sägewerk unter einer dicken Schicht Lava auch nicht mehr viel nützt. Das Strickmuster dieses Films ist der Gegensatz zwischen dem einen Menschen, der die gefährliche Situation richtig einschätzt, vor der Gefahr warnt und Gegenmaßnahmen fordert - und seiner gesamten Umgebung, die diesen Menschen für einen Spinner hält. Jesus warnt uns "Wer dagegen diese meine Worte hört und sich nicht nach ihnen richtet, wird am Ende wie ein Dummkopf dastehen, der sein Haus auf Sand baute. Als dann die Regenflut kam, die Flüsse über die Ufer traten, der Sturm tobte und an dem Haus rüttelte, fiel es in sich zusammen, und alles lag in Trümmern." Der Unterton, der in diesen Worten mitschwingt, hört sich nicht gut an: - "alles lag in Trümmern" - "am Ende wie ein Dummkopf dastehen". Aus diesen Worten wird deutlich, daß Jesus auch vom letzten Gericht spricht. Am Ende der Zeit, spätestens am Ende meines Lebens, stellt sich heraus, worauf ich das Fundament meines Lebens gegründet habe. - Habe ich Jesus zugehört? - Habe ich ihn verstanden? - Handle ich auch so, wie er es gesagt hat? Jesus warnt uns mit großem Ernst davor, seine Worte als theoretisches Lehrgebäude abzutun und zu meinen, bei Jesus ginge es nur um das richtige Denken oder Verstehen. Nein, Jesus sagt ganz klar: Es geht darum, seine Worte zu hören und danach zu handeln. Ich möchte Ihnen keine Angst machen, ich versuche, Sie auf einen gedanklichen Weg mitzunehmen, der uns in die Dramatik führt, mit der Jesus die Bergpredigt beendet. Und ich möchte uns die Fluchtmöglichkeit in die Passivität nehmen. Wie leicht ist es doch manchmal, nichts zu sagen, wo es notwendig wäre; wie einfach mache ich es mir manchmal, überhaupt nichts zu tun; und manchmal laufe ich einfach von Jesus weg. Wenn ich mich aber nach Jesu Worten richten möchte, muß ich mich in die Gegenwart Gottes begeben, dann muß ich mich einlassen auf Jesus. Ich wiederhole die Kernaussagen des Gleichnisse mal mit eigenen Worten: Wer auf Jesus hört und sich nach seinen Worten richtet, der steht am Ende klug da und baut das Haus seines Lebens auf festem Fundament für die Ewigkeit. Nicht die Katastrophe, sondern Gottes Reich naht! "Ändert euer Leben! Gott wird jetzt seine Herrschaft aufrichten und sein Werk vollenden!" oder nach der Übersetzung von Martin Luther: ”Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!” (Matthäus 4,17) Das ist die Realität, in der wir leben. Die neuen Regeln Jesus führt in der Bergpredigt aus, wie ein radikales Leben mit Gott aussieht. Wenn Sie im Juni hier waren, erinnern Sie sich vielleicht noch an die Gottesdienste am 20. und 27.6. zu diesem Thema. In Der Anfang ist gemacht! über Matthäus 5,13-16 haben wir gehört, daß Jesus uns zuspricht, daß wir Salz und Licht sind. Das ist unsere Qualität und unsere Bestimmung als Christen. Es geht darum, zu Gott zu gehören, mit ihm im Reinen zu sein und ins Reine zu kommen. Das führt dazu, daß Neues in uns wächst und daß wir als Salz und Licht leben. Wir können und dürfen dann auch für unsere Umgebung da sein und dürfen in unserer Umgebung wirken. In der Fortsetzung Mach
was draus! über Matthäus 5,17-20 haben wir gehört, daß
wir durch den Glauben an Jesus zum Bundesgenossen und zur Bundesgenossin
Gottes werden. Das heißt, Gott schenkt mir seine ganze Liebe, sein
Vertrauen, er lädt mich ein zur intensiven Lebensgemeinschaft. Und
er erwartet ein entsprechendes Verhalten:
Zu den neuen Regeln im
Himmelreich gehören auch die Seligpreisungen.
Mit Gott leben heißt: Hören und Handeln Zuerst muß ich zu Jesus, ihm zuhören und verstehen, was er sagt. Nicht nur mit dem Kopf, sondern mit meinem ganzen Leben soll ich ihn verstehen, das heißt also, überlegen, wie ich mein Leben neu auf das ausrichte, was ich gehört habe und überlegen, was ich tun kann. Einige Dinge habe ich vielleicht schon begriffen und lebe danach, bei anderen dauert es noch, bis mein Leben mit Jesus übereinstimmt. Hier liegt auch die große Herausforderung eines Lebens mit Gott: Zum einen bin ich gefordert, Gott mit meinem ganzen Herzen, Verstand, Wollen und Denken und meiner Kreativität zu lieben, zum anderen kann ich Gott nicht lieben, wenn er selber nicht mein Herz mit seiner Liebe füllt. Er möchte mich beschenken – mit seiner Liebe, mit seinem Frieden, mit seinem Geist. Gottes heiliger Geist will mich leiten, mir erklären, was jetzt dran ist. Über diesen heißen Draht nach oben zeigt mir Jesus , wer ich bin und wer Jesus ist. Ja – dann muß ein Leben mit Jesus ja ganz einfach sein, dann können wir ja unser Haus des Lebens gar nicht auf Sand bauen?! Es ist auch ganz einfach! Wer auf Jesus hört und mit ihm lebt, der geht nicht unter. Auch wenn es manchmal anders aussieht und mein Leben bedroht ist: Arbeitslosigkeit, Krankheit, Einsamkeit, Belastung durch zuviel Arbeit, Ärger mit Eltern oder Ärger mit den Kindern, eine böse Umgebung, die mich fertig machen will – das alles kann manchmal aussehen wie ein Vulkanausbruch und ich kann nur zusehen, wie die Lava das Haus meines Lebens unter sich begraben will. Mit dieser Angst arbeiten ja auch diese amerikanischen Katastrophenfilme, von denen ich vorhin sprach. Aber Jesus sagt: NEIN! Wer auf mich hört, dessen Haus des Lebens stürzt nicht ein. Auf Jesus hören Ich persönlich brauche immer wieder Hilfe von anderen, die mich mitnehmen zu Jesus: Im Gebet z. B., wenn wir gemeinsam beten, oder wenn mir jemand Zeit und Ruhe schenkt, wenn mir jemand sagt: Holger, mach dich locker, es geht viel einfacher als du denkst, laß dich doch von Gott beschenken. Ich kann leichter auf Jesus hören, wenn ich mich mit anderen Christen unterhalte, was erleben die denn mit Gott? Gottesdienst, Predigt, gemeinsam singen und Gott loben, das hilft mir, auf Jesus zu hören. Bibellesen, am besten täglich, und sich Zeit nehmen für Jesus ist mir ganz wichtig. Manchmal klappt es nicht, aber ich höre viel Evangeliums-Rundfunk im Radio, und in manchen Anstößen kommt mir Jesus doch noch ganz nahe. Ich gehe auch gerne mit Jesus spazieren, und frage ihn, wie er die Welt sieht und was es denn im Hier und Jetzt bedeutet, daß er da ist. Musik hilft mir, mich mehr und mehr auf Jesus einzulassen. Es gibt sehr viele christliche Lieder, auch ganz unterschiedliche Stilrichtungen, und die Musik führt mich manchmal in ein tiefes Nachdenken. Auch ganz sinnliche Genüsse können mich zu Jesus und ins Danken führen – Eisessen gehen! Das habe ich mir von meinen Kindern abgeguckt, wieder Eisessen zu genießen. Mit Jesus Eisessen gehen ist schön, die Sonne scheint mir auf den Bauch und Gottes Liebe wärmt mir das Herz und dazu ein leckeres Eis. Da erlebe ich das Gefühl, alles ist in Ordnung und fange an, Gott zu danken und zu loben, daß er da ist und mein Gott ist und er es so gut mit mir meint. Für heute schlage ich Ihnen vor: Spazieren gehen, Eis essen, und sich an Jesus freuen. Er will uns beschenken, heute, jetzt. Holger Lettnin
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